HiFi Heimkinosysteme – Passiv Aktiv

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HiFi Heimkinosysteme – Passiv Aktiv

Mit dem Wandel der Bilddarstellungsqualitäten in der TV-Branche verändern sich auch die Ansprüche in Sachen Heimkinoklang. Die meisten TV-Hersteller setzten verständlicherweise immer mehr auf die brillante und scharfe Darstellung der Bilder anstatt der Audiowiedergabe in ihren Systemen und so ist man als Endverbraucher gezwungen sich mit der Aufrüstung einer entsprechenden Klangwiedergabe zu beschäftigen.

Erwirbt man einen Fernseher in entsprechender Größe und Qualität so stellt man schnell fest, dass die Audiowiedergabe in keiner Relation zum Gesehenen steht. Das audiovisuelle Heimkinoerlebnis bleibt aus. Die Töne sind stumpf und eintönig.

Unzählige Audioformate, am bekanntesten das Dolby Surround, werden in Filmen im TV, DVD und Bluray angeboten und versprechen auch akustisch ein Kinoerlebnis. So steht man kurz nach der Anschaffung eines TV-Gerätes vor der nächsten Kaufentscheidung, einer HiFi-Heimkinoanlage.

Weniger ist mehr
Gerade die Größe von vielen Anlagen schreckt einem vom Erwerb ab. So sind die meisten Wohnzimmer eher klein und benötigen dadurch eine ebenso etwas kleinere Anlage. Die Angebote variieren hier in Dimension genauso wie im Preis. So gibt es für kleinere Räumlichkeiten schon gute Anlagen in einer Preisklasse um die 200 Euro um dem Gesehenen die nötige akustische Unterstützung zu verleihen.

Soundbars mit Subwoofer
Die einfachste Variante sind sogenannte Soundbarsysteme, die einfach per optischen Lichtleiterkabel (auch Toslink genannt) oder HDMI an das TV-Gerät angeschlossen werden. Die neuesten Generationen verfügen über eine drahtlose Technik um neben den mitgelieferten Soundbars noch einen drahtlosen Subwoofer zu bedienen. So kommt man in den Genuss von einem guten Surroundsound (2.1 Dolby Surround) von vorne welches zur Unterstützung des Gesehenen in vielen Fällen vollkommen ausreicht.

Preisklasse bis 200 Euro:
LG SJ3
In Tests unterhalb der 200 Euro Marke schneidet die LG SJ3 sehr gut ab und findet ihren Einsatz in mittelgrossen Wohnzimmern. Verzichtet werden muss auf die Einbindung in das WLAN-Netzwerk, aber eine drahtlose Verbindung ist mit Bluetooth trotzdem möglich.

Preisklasse bis 400 Euro:
LG SJ8
Die größere Schwester der SJ3, die SJ8 bringt in der Ausstattung zudem die WLAN-Technik und damit auch vorinstallierte Streamingdienste wie z. B. Spotify mit sich. Der Klang ist auch in größeren Räumen sehr füllend.

Magnat SBW 250
Schlank im Design gehalten passt die Soundbar unter jedem Fernseher. Überraschend ist der glasklare Klang und das Zusammenspiel mit dem drahtlosen Subwoofer. Dezent in der Musikwiedergabe hat die Anlage die nötige Kraft in der Audiowiedergabe bei Filmen.

Preisklasse bis 600 Euro:
Denon Heos HomeCinema
Klanglich ist die Kombination von Denon aus Soundbar und Subwoofer in diesem Bereich fast konkurrenzlos. Zudem ist das System mit den Heos-Lautsprecher und auch deren AV-Receivern kombinierbar. Einfach über eine App, die es kostenlos zum Download gibt. Der Klang ist kraftvoll und bringt auch in Filmen die richtigen Stimmungen rüber.

Sounddecks
Noch einfacher ist die Variante der Sounddecks, die alle entsprechenden Elemente einer guten Audiowiedergabe in sich tragen. Vom Hoch- und Mitteltöner bis hin zum aktiven Subwoofer werden die Decks einfach an ihrem Bestimmungsort platziert und das TV-Gerät auf das Deck gestellt. Bekannte Marken wie Sonos und Canton haben diese Art von Lautsprechersystemen perfektioniert und versprechen eine gute Klangwiedergabe von dem Gesehenen wie auch einfach zur musikalischen Untermalung. Optional lassen diese sich auch noch mit einem Subwoofer ergänzen.

Canton DM Sounddecks
Der deutsche Lautsprecherhersteller Canton bietet klanglich sehr stimmige Sounddecklösungen für jegliche Raumgrösse an. Angefangen mit der kleinen DM55 ist sie trotz ihrer geringen Größe und den 2-Wege-Lausprechern sowie 2 Down-Fire Subwoofer ein akustisches Highlight in kleineren Räumen. Die nachfolgenden Modelle sind jeweils eine Vergrößerung dieser Technik und gehen über die DM75 bis hin zur Erdbeben erzeugenden DM100 die bereits 4 Down-Fire Subwoofer in sich trägt. Canton setzt in den Produkten auf Bluetooth anstatt WLAN-Technik welches die Ausbaufähigkeit und Steuerung des Heimkinosystems einschränkt.

AV-Receiver kabelgebunden mit passiven Lautsprechern
Am bekanntesten sind die Surround-AV-Receiver mit kabelgebundenen Passivlautsprechern. Gesteuert werden die Lautsprecher über ein Verstärkersystem an dem der Fernseher, Bluray-Player oder Spielekonsole per HDMI oder optischen Lichtleiterkabel angeschlossen wird. Die Übersetzung der verschiedenen Audioformate wie Dolby Digital, THX, DTS-X, Atmos oder Auro3D übernimmt der Verstärker und verteilt den Surrounklang auf die Lautsprecher. Nachteil dieser Technik ist das meterweise Verlegen von Lautsprecherkabeln. Auf dem Markt werden viele Pakete von AV-Receivern inklusive der entsprechenden Lautsprecher angeboten. Diese bestehen zumeist aus fünf Lautsprechern und einem Subwoofer um ein komplettes 5.1er Surroundsystem darzustellen. Zudem sind die Verstärker auch als normaler Stereoreceiver nutzbar und so lassen sich weitere Peripheriegeräte wie Schallplattenspieler oder CD-Deck anschließend. Einige Hersteller wie Yamaha oder Pioneer integrieren bereits auch Optionen um WLAN-Lautsprecher als Multiroomsystem zu integrieren. Wer also selber Hand anlegen möchte und die Auswahl von passiven Lautsprechern selber treffen möchte, liegt bei den AV-Receivern sicher richtig.

Aktive 5.1er Surround-Anlagen
Wer einen mächtigen Klang in seine Räumlichkeiten zaubern möchte greift gerne zu vorkonfigurierten aktiven Anlagen wie z. B. die Lifestyle-Produkte von Bose oder Sonos. Diese haben schon alleine in der kompakten Grösse ihre Vorteile und stehen den passiven Systemen in Sachen Klanglichkeit nichts nach. Diese Technik schlägt sich aber auch preislich zu Buche.
Zumeist sind diese Systeme auch unter den Begriff „Multiroom“ noch weiter ausbaufähig und es lassen sich weitere Lautsprecher in unterschiedlichen Räumen installieren und von einer zentralen Steuereinheit, wie z. B. einem Smartphone bedienen. Bose wie auch Sonos setzen auf das bewährte Bausteinprinzip und so ist es möglich je nach Bedarf weitere grosse und kleinere Lautsprecher der Anlage hinzuzufügen.

Preisklasse 700-2000 Euro:
Bose Soundtouch 300
Auf dem Multiroomsystem Soundtouch von Bose basierend lässt sich hier ein mächtiges System selber zusammenstellen. Den Anfang macht die Soundbar 300, die in sich schon eine immense Klangverbesserung in den Raum bringt. Das sprichwörtliche i-Tüpfelchen bringt der neu konzipierte Acoustimass, ein rein aktiv und drahtlos arbeitender Subwoofer der dem Gehörten den berühmten Bose-Bass-Ton verleiht. Als Rückenlautsprecher lassen sich noch die drahtlosen Virtually Invisibles der Anlage zu einem kompletten 5.1er-System ergänzen. Um weitere Räume zu beschallen bietet Bose die Produkte Soundtouch10, 20 und 30 an.

Sonos
Den Platzhirsch auf dem Markt der Multiroomsysteme stellt Sonos mit seiner 15-jährigen Erfahrung dar. Angefangen mit der klanglich sauberen Playbar stellt der Sub eine gute Ergänzung zur Sonos Soundbar, dar. Die weiteren einzelnen Lautsprecher von Sonos, der Play1, Play3 oder Play5 können als Rückenlautsprecher mit eingebunden werden oder einzeln in verschiedenen Räumen genutzt und zentral über eine kostenlosen App gesteuert werden.

Denon Heos
Auch Denon reiht sich in die Riege der führenden Multiroomanbietern mit ein. Neben dem 2.1er-Komplettpaket, der Heos HomeCinema, bietet Denon auch ein Bausteinprinzip an, angefangen mit der Heos Bar. Die Soundbar ist für mittelgrosse Räumlichkeiten bereits völlig ausreichend und bringt einen unglaublichen Klang als Stand-Alone-Lautsprecher. Reicht dies nicht aus, so lässt sich der Heos Subwoofer ergänzen. Das räumliche Klangerlebnis ist fast unantastbar. Weitere Lautsprecher der Heos-Serie lassen sich über die kostenlose App mit einbinden.

Preisklasse 3000-4500 Euro:
Die Bose Lifestyle-Serie 600/650
Für alle die ein bisschen mehr wollen bietet Bose eine prestigeträchtige Komplettlösung an die in diesem Bereich ihresgleichen sucht. Wiederrum auf das Multiroomformat Soundtouch besteht die Komplettanlage aus 5 Lautsprechern, davon die Rückenlautsprecher drahtlos, wie auch der berühmte Acoustimass. Als Medienzentrale dient die Konsole von Bose an der alle Peripheriegeräte wie Bluray-Player oder Spielekonsole angeschlossen werden.

Unterschied passiv und aktiv
Bei passiven Systemen bestehen die Lautsprecher eigentlich nur aus einem Holzkorpus mit Membranen, die von einem Verstärker und entsprechender Frequenzweiche gesteuert werden. Die Auswahl der Lautsprecher bleibt dem Anwender selber überlassen und so lassen sich verschiedene Variationen von Lautsprechern in das System integrieren. Die Kombinationen verlangen viel Feingefühl in der Abstimmung der Anlagen.

Bei aktiven Heimkinoanlagen steckt in jedem Lautsprecher ein eigener Verstärker, der die Klanglichkeit der Audioquelle steuert. Dies verkleinert die Dimensionen der Lautsprecher um ein Weites, da sie ohne Resonanzkörper auskommen. So sind überdimensionierte passive Standlautsprecher überflüssig.

Um dem Gesehenen die nötige Klanglichkeit zu verleihen bedarf es die jeweiligen Bedürfnisse zu ermitteln. Raumgrösse und Größe des Fernsehers spielen hier eine entscheidende Rolle. Viele HiFi-Hersteller bieten Komplettpakete mit AV-Receivern und entsprechenden Lautsprechern an. Zumeist stehen die mitgelieferten Lautsprecher in keiner Relation zu der Leistung des Receivers. Zu empfehlen ist es einen einzelnen Receiver zu erwerben und die Lautsprecherauswahl sowie Kabelqualität selber zu treffen. Anders bei den aktiven Anlagen die vom Hersteller aus vordefiniert sind und sich nur durch eine Einmessung klanglich verbessern lassen oder durch die digitalen Verstärkereinstellungen über ein Smartphone.

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